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wohnbaugenossenschaften zürich

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Startseite > Unsere Positionen > Leitbild und Positionen

Leitbild und Positionen

Unser Leitbild

Die Mitglieder von wohnbaugenossenschaften zürich sind folgendem Leitbild verpflichtet:

Wir bieten faire Mieten.
Gemeinnützige Wohnbauträger vermieten 60‘000 preiswerte Wohnungen. Es profitieren besonders Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen.

Wir bauen ökologisch.
Gemeinnützige Wohnbauträger bauen und renovieren nach ökologischen Kriterien und setzen auf erneuerbare Energien. Das verbessert die Luftqualität und senkt den Energieverbrauch.

Wir fördern das Zusammenleben.
In unseren Siedlungen werden Feste gefeiert. Hilfe unter Nachbarn gehört zum Alltag. Die Menschen fühlen sich hier wohl und geborgen.

Wir sichern Arbeit für das Gewerbe.
Jährlich geben wir über 500 Millionen Franken aus für Neubauten, Renovationen und den Unterhalt von Wohnungen. Das sichert dem Gewerbe Aufträge; Arbeitsplätze werden erhalten.

Wir setzen auf Lebensqualität.
Gemeinnützige Wohnbauträger bieten eine hohe Wohn- und Lebensqualität und tragen bei zu einer lebendigen, gesunden Stadt mit einer guten sozialen Durchmischung und sorgfältig gestalteten Siedlungen mit hochwertigem Umgebungsraum.

 

Positionen

1. Das Modell der Genossenschaften hat sich in der Wohnbaupolitik seit über 100 Jahre nals wertvolle und effektive Alternative zur Planungs- und  Marktwirtschaft bewährt.
Die Mieten in Wohnbaugenossenschaften sind durch Selbsthilfe und Kostenmiete im Schnitt um ein Viertel günstiger als im renditeorientierten Wohnungsbau. Dies betrifft ca. 20% aller Wohnungen in der Stadt Zürich und knapp 10% im Kanton. Mit ihrem preisdämpfenden Effekt und Spekulationsentzug verhindern Wohnbaugenossenschaften dramatische Preissteigerungen bei Wohnungen (Monacoisierung bzw Seefeldisierung – im Seefeld gibt es fast keine Genossenschaften). Dies kommt v.a. Familien, Alleinerziehenden und älteren Menschen zugute.

2. Mit nur sehr geringer öffentlicher Unterstützung schaffen Wohnbaugenossenschaften substanzielle gesellschaftliche Werte.
Nur ein kleinerer Teil der Genossenschaften bezieht überhaupt Förderungen der öffentlichen Hand in Form von vergünstigter Finanzierung und/oder Baurecht. In diesem Bereich gelten strikte Regelungen für die Vermietungen. Hingegen schaffen Genossenschaften dank viel Eigeninitiative, kleineren Wohn- und dafür grösseren Gemeinschaftsflächen, attraktiver Architektur sowie einem lebendigen Nachbarschaft- und Quartiersleben nachhaltige Werte, von denen die Gesellschaft als Ganzes profitiert. So findet anstelle der Verdrängung verwurzelter Stadt- und Gemeindebewohnerinnen und -bewohner eine gesunde soziale Durchmischung statt.

3. Darum fordert wohnbaugenossenschaften zürich die Schaffung von fördernden Rahmenbedingungen sowie die Beseitigung gesetzlicher Benachteiligungen für dieses Erfolgsmodell.
Während renditeorientierte Immobilienunternehmen durch immer mehr Steuersenkungen subventioniert werden, bleiben Genossenschaften in vielen Bereichen wie etwa der Eigentumsförderung oder des Heimfalls benachteiligt. Die Unterzeichnenden der Zürcher Erklärung fordern für die gemeinnützigen Wohnbauträger gleiche Rahmenbedingungen wie für Private.

  

Der Nutzen des gemeinnützigen Wohnungsbaus

wbg zürich sieht im gemeinnützigen Wohnungsbau einen Nutzen für die Menschen, für die Gesellschaft und für die öffentliche Hand.

Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von …

  • preisgünstigen Mieten
  • gut unterhaltenen Wohnungen
  • Mitsprache- und Mitbestimmungsmöglichkeiten (Mietergenossenschaften)
  • hoher Wohnsicherheit mit erhöhtem Kündigungsschutz und Wohnrecht als Genossenschaftsmitglied
  • hoher Umgebungsqualität und mehr Grünflächen
  • gemeinschaftlichen Infrastrukturen
  • Nachbarschaftshilfe und mehr gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Vor allem grosse gemeinnützige Bauträger helfen zudem bei Konflikten unter Nachbarn, haben einen eigenen Sozialdienst und können in Notlagen über einen Hilfsfonds finanzielle Unterstützungen gewähren.

Die Gesellschaft profitiert von …

  • sozialem Zusammenhalt und guter Durchmischung in den Quartieren
  • engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern mit Quartierbezug
  • städtebaulich und architektonisch hochwertigen Siedlungen
  • haushälterischem Umgang mit Boden und Ressourcen
  • Investitionen nach dem Gebot der Nachhaltigkeit
  • Zusammenarbeit mit dem lokalen und regionalen Gewerbe
  • Stärkung der Wohn- und Lebensqualität und der Standortgunst
  • weniger Energie- und Landflächenverbrauch durch bessere Belegung der Wohnungen.

Die öffentliche Hand profitiert von …

  • der grossen Integrationskraft der gemeinnützigen Siedlungen
  • langjährigen Partnerschaften mit erfahrenen Bauträgerinnen zur Lösung vielfältiger öffentlicher Aufgaben
  • bedeutenden Einsparungen bei der Sozialhilfe und den Ergänzungsleistungen
  • weniger Infrastrukturkosten pro Bewohnerin und Bewohner dank besserer Belegung der Wohnungen.

 

Unsere Forderungen an die Politik von Gemeinden und Kanton

Die Vorteile des gemeinnützigen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus sind gute Gründe für dessen Förderung, wie es auch die Verfassungen von Bund und Kantonverlangen.

Der Anteil des genossenschaftlichen Wohnungsbaus muss mit den folgenden Massnahmen langfristig gehalten und gesteigert werden:

  • Vorkaufsrecht für Gemeinden und Gemeinnützige
    Wohnbauland der öffentlichen Hand und staatsnaher Betriebe soll bei Bedarf für die Gemeinden oder den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert und nicht dem Meistbietenden verkauft werden. Wo möglich, soll die öffentliche Hand Land an Genossenschaften verkaufen oder zu fairen Bedingungen im Baurecht abgeben.

  • Gründung von Bodenfonds
    Kantonale und kommunale Bodenfonds stellen Mittel zum Landerwerb bereit.
  • Zonen bzw. Mindestanteile für den gemeinnützigen Wohnungsbau
    Die Raumplanung schafft Zonen oder sieht Mindestanteile für den gemeinnützigen Wohnungsbau vor. Planungsgewinne werden abgeschöpft und zur Vergünstigung von Land eingesetzt. 

 

 

 

 

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