Alt und neu verbunden: In Bülach entsteht mehr Raum fürs Wohnen im Alter

Die Rohn-Salvisberg-Stiftung realisiert im Bergkapellweg in Bülach einen Neubau mit 15 Wohnungen ergänzend zur bestehenden Liegenschaft mit 24 Wohnungen. Ein Gartenpavillon verbindet alt und neu und schafft Begegnungszonen mit Cafeteria.

Der fast fertige Erweiterungsbau konnte am 13. März besichtigt werden. Eingeladen hatten die Rohn-Salvisberg-Stiftung und Wohnbaugenossenschaften Zürich. Durch den Erweiterungsbau führten Vertretende der Rohn-Salvisberg-Stiftung sowie von Galli Rudolf Architekten AG.

Möglich wurde der Erweiterungsbau durch den Kauf des angrenzenden Grundstücks im Jahr 2021. Drei Jahre später konnte mit dem Abbruch des darauf befindlichen Einfamilienhauses begonnen werden und nun stehen die letzten Arbeiten an, bis die ersten Bewohnenden aus dem bestehenden Bau in den Neubau umziehen können. Denn nach Abschluss der Neubauarbeiten wird das benachbarte Gebäude aus dem Jahr 1993 saniert. Mit einem gestaffelten Umzug wird es der bestehenden Bewohnerschaft ermöglicht, im Neubau ein neues Zuhause zu finden oder in den sanierten Bestandsbau zurückzuziehen.

Wohntraum im Alter im Neubau wie auch im Bestandsgebäude
Mit dem Erweiterungsbau und der Sanierung des Bestandsgebäudes in Bülach, bei der Grundrisse zusammengelegt und Räume umgenutzt werden, entstehen insgesamt 38 Alterswohnungen und eine 4,5-Zimmer-Wohnung. Die Stiftung bietet Wohnraum für alle Gesellschaftskreise üblicherweise nach Erreichen des allgemeinen Pensionsalters an. Anmeldungen nimmt die Stiftung ab dem Alter von 58 entgegen.

Geschäftsführerin Sylvia Keller informierte über Details in der Innenraumgestaltung.

Gemäss dem Stiftungszweck entstehen im Erweiterungsbau vor allem 2,5-Zimmer-Wohnungen (12), aber auch zwei 3,5-Zimmer-Wohnungen sowie eine 4,5-Zimmer-Wohnung. Trotz der mitdenkenden Architektur betont die Stiftung, dass sie keine Pflegedienstleistungen anbietet. Jedoch ist die Teilhabe an der Gemeinschaft und die gelebte Nachbarschaftshilfe ein wesentlicher Motor in den Siedlungen und tragender Gründungsgedanke. Dies fördert auch die neu entstehende Gemeinschaftsterrasse mit Pergola auf dem Dach des Neubaus. Zwischen dem neuen und dem bisherigen Wohngebäude entsteht jedoch mit einem Gartenpavillon die eigentliche Begegnungszone für beide Häuser. Dieser Verbindungsbau öffnet sich im Norden zum Ankunftshof und nach Süden zum gemeinsamen Garten mit grossen Fensterflächen. Für eine biodiverse Aussenraumgestaltung zeichnet Andreas Geser Landschaftsarchitektur AG Verantwortung. Flexible Wandsysteme verwandeln den Pavillon in grössere und kleinere Begegnungszonen, die beiden Häusern gleichermassen zur Verfügung stehen. Neben der Cafeteria mit Gartensitzplätzen wird die Gemeinschaft durch einen Gymnastikraum angeregt.

Claudio Schiess von Galli Rudolf Architekten AG führte durchs Haus.

Energieeffizient
Mit dem Neubau wird das Konzept eines Null-Energie-Hauses angestrebt. Dafür sorgen PV-Anlagen auf Dächern von Neu- und Bestandsbau, sowie eine Erdsonden-Wärmepumpen-Anlage, die die alte Ölheizung ersetzt. Zudem ist der Bau in hybrider Holzbauweise entstanden mit vorfabrizierten Fassadenelementen.  Die flächeneffizienten Wohnungen erhalten durch südorientierte Loggien eine optische Erweiterung. Die wertige Materialauswahl setzt sich bis in den Wohninnenraum fort.

Alle Wohnungen sind aufgrund des etappierten Umzugs vergeben. Es besteht eine Warteliste.


Die Rohn-Salvisberg-Stiftung ist eine private, gemeinnützige Stiftung. Sie betreibt rund 140 altersgerechte Wohnungen an den Standorten Zürich Witikon, Küsnacht und Bülach.

Weitere Detailinformationen haben wir im Datenblatt zusammengestellt.

Der Gartenpavillon verbindet das neue und bestehende Gebäude.

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